Donnerstag, 14. Mai 2009

EUR/CHF Analyse und Anlageempfehlung

Heute möchte ich mich mit einer Analyse befassen, welche Charttechnik, Payoff-Theorie und Fundamentaldaten vereinigt.

Fundamental

Die Schweizer Nationalbank hat in einem Statement gesagt, sie wolle mögliche Aufwertungen des CHF so gut wie möglich verhindern. Das Interventionsniveau wird allgemein bei 1.50 gesetzt und seit der Ankündigung stagniert das Währungspaar leicht oberhalb von diesem Niveau. Zusätzlich scheint der CHF aktuell eher überbewertet zu sein und eine Abwertung des CHF wirkt wahrscheinlicher als eine Aufwertung.


Charttechnik

Aktuell befindet sich das Währungspaar nahe der oberen Trendlinie, wobei diese jedoch als starker Widerstand betrachtet werden kann. Die Bollinger Bänder laufen aufeinander zu, was die aktuell tiefe Volatilität wiederspiegelt. Gleichzeit befindet sich das Währungspaar in einem trendlosen Raum was durch einen tiefen ADX verdeutlicht wird.



Volatilität

Wie bereits angesprochen, befindet sich die aktuelle implizite Volatilität nahe Tiefststand. Beiliegende Grafik der UBS Investment Bank verdeutlicht diese Tatsache.




Evaluation des möglichen Payoffs

Die Wahrscheinlichkeit, dass EUR/CHF steigt ist aufgrund der oben erwähnten Tatsachen grösser. Der mögliche Payoff zeigt jedoch ein anderes Bild. Sollte das aktuelle Niveau von EUR/CHF 1.50 unterschritten werden, können Zweifel daran laut werden, ob die CH Nationalbank die Inverventionen wie angekündigt durchzieht. Sofern eine Reaktion ausbleibt, wäre mit einer starken Abwertung des Euros und einem hochschiessen der impliziten Volatilität zu rechnen.

Auf der anderen Seite ist die Situation schwieriger einschätzbar, sofern eine Intervention erfolgt wird sich der Wechselkurs zumindest stabil halten und dürfte mittelfristig wohl eher laufend leicht ansteigen.

Zusammenfassung

Wahrscheinlichkeit mit Sicht 1 Monat / Abwertung EUR: 15%
Wahrscheinlichkeit mit Sitcht 1 Monat / Aufwertung EUR: 85%

Auswirkung Abwertung EUR: -5%
Auswirkung Aufwertung EUR: +1%

Payoff Abwertung EUR: -6%*15% = -0.75%
Payoff Aufwertung EUR: +1*85% = +0.85


Handlungsempfehlung

1. Mit einem Investment muss versucht werden das Down-Side Risk zu beschränken. Entweder durch einen Stop-Loss oder eine entsprechende Struktur.
2. Der Kauf von Volatilität macht aufgrund der tiefen impliziten Volatilität aktuell viel mehr Sinn als ein Verkauf einer Option.
3. Die Grundtendenz aufgrund des Payoffs spricht für ein Anlageinstrument, das auf eine Aufwertung des EUR setzt.


Anlageideen

Die am wenigsten erfolgsversprechendste Anlageform, die man aktuell wählen kann, wäre ein Discount Zertifikat. Dabei wird das Potential eines Aufstieges limitiert wobei man das komplette Abwärtspotential trägt.

Eine simple und einfache Call-Option auf dieses Währungspaar vereint meiner Ansicht nach alle 3 Handlungsempfehlungen und ist daher aktuell die attraktivste Anlagevariante in diesem Bereich.



Mittwoch, 13. Mai 2009

Psychological Commitment to another major fall in equity markets

Recently I read the Jeremy Grantham's investment letter about the current situation. A very interesting piece, which you may download at:

http://www.gmo.com/America/MyHome/default.htm

He especially made an interesting point about the current predictions of many professionals, who see a pull-back coming. By sure there is a possibility for the market to leave these elevated levels and decline towards the march lows, but under a psychological aspect it could be mere wishing of some specialists.

"Investors have missed some great investment opportunities, and now
they have a psychological commitment to another major fall to add to any
intellectual reasons you may have had. There is a chance it will do so, but if it
does not and it continues to rise, extended praying may not make you as much
money as you would like. "


Today banking stocks are down by nearly 10% and have by now erased all profits of the last two weeks. Many people in my office scream about the beginning of the next downward wave. I rather think about to higher my stake in some financial stocks regarding a prolonged "sucker" rally in the stock markets.